e-check.nrw – Eletriker mit einem Klemmbrett dokumentiert den Ablauf einer Produktionsmaschine

Ablauf der DGUV V3 Prüfung

Von der Vorbereitung bis zum fertigen Prüfprotokoll – strukturiert, transparent und mit minimalem Aufwand für Ihren Betrieb.

So läuft eine Prüfung in Ihrem Unternehmen ab

Eine DGUV V3 Prüfung folgt einem klar definierten Ablauf – von der ersten Abstimmung bis zur abschließenden Dokumentation. Dieser strukturierte Prozess stellt sicher, dass alle prüfpflichtigen Betriebsmittel lückenlos erfasst, fachgerecht geprüft und vollständig dokumentiert werden. Gleichzeitig sorgt eine sorgfältige Planung dafür, dass die Prüfung so wenig wie möglich in Ihren laufenden Betrieb eingreift.

Der Ablauf gliedert sich in fünf klar voneinander abgegrenzte Schritte: Vorbereitung und Abstimmung, Sichtprüfung, Messprüfung, Funktionsprüfung sowie abschließende Dokumentation und Kennzeichnung. Jeder dieser Schritte hat eine definierte Aufgabe und trägt zum Gesamtergebnis bei – kein Schritt kann ohne den vorherigen sinnvoll durchgeführt werden. Diese Systematik ist kein bürokratischer Formalismus, sondern die Grundlage dafür, dass am Ende ein Prüfprotokoll vorliegt, das rechtssicher, vollständig und im Ernstfall belastbar ist.

Viele Unternehmen befürchten, dass eine DGUV V3 Prüfung mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden ist oder den Betriebsablauf empfindlich stört. Diese Sorge ist verständlich – aber in den meisten Fällen unbegründet. Mit einer guten Vorbereitung und einer klaren Absprache im Vorfeld lässt sich die Prüfung so in den Betriebsalltag integrieren, dass weder Mitarbeiter noch laufende Prozesse nennenswert beeinträchtigt werden. Auf Wunsch führen wir Prüfungen auch außerhalb der regulären Geschäftszeiten durch – damit der Betrieb am nächsten Tag ohne Einschränkungen weiterläuft.

Schritt 0

Vorbereitung und Abstimmung

Eine strukturierte Vorbereitung ist die Grundlage für eine reibungslose und effiziente Prüfung. Bevor der eigentliche Prüftermin stattfindet, klären wir gemeinsam mit Ihnen alle relevanten organisatorischen und inhaltlichen Fragen – damit am Tag der Prüfung alles reibungslos läuft.

e-check.nrw – Elektriker im Gespräch mit einem Kunden über den Ablauf und Prüfumfang einer DGUV V3 Prüfung.
  • Terminplanung und Einsatzumfang

    Im ersten Schritt stimmen wir gemeinsam ab, wann die Prüfung stattfinden soll und welcher Umfang zu erwarten ist. Dabei berücksichtigen wir Ihre betrieblichen Abläufe und planen den Termin so, dass Unterbrechungen auf ein Minimum reduziert werden. Auf Wunsch führen wir Prüfungen auch außerhalb der regulären Geschäftszeiten durch – früh morgens, abends oder am Wochenende.

  • Erfassung von Geräten und Anlagen

    Um sicherzustellen, dass kein Betriebsmittel übersehen wird, erstellen wir vorab gemeinsam mit Ihnen eine vollständige Inventarliste aller zu prüfenden Geräte und Anlagen. Falls bereits eine Bestandsliste vorhanden ist, stimmen wir diese mit dem tatsächlichen Gerätebestand ab und aktualisieren sie bei Bedarf. Diese Inventarliste bildet die Grundlage für den Prüfplan und die spätere Dokumentation.

Termin für eine DGUV V3 Prüfung anfragen

Sie möchten eine DGUV V3 Prüfung für Ihr Unternehmen beauftragen? Teilen Sie uns kurz mit, um welche Art von Betrieb es sich handelt, wie viele Geräte oder Anlagen geprüft werden sollen und in welchem Zeitraum die Prüfung stattfinden soll – wir melden uns zeitnah mit einem konkreten Angebot.

Schritt 1

Sichtprüfung

Am Beginn jeder Prüfung steht die visuelle Kontrolle. Die Sichtprüfung ist ein entscheidender erster Schritt, da viele sicherheitsrelevante Mängel bereits mit dem Auge erkennbar sind – ohne dass es dafür aufwendiger Messungen bedarf.

e-check.nrw – EinElektriker schaut sich das Typenschild auf einem Elektro-Kleingerät an. Sichtprüfung bei einer DGUV V3 Prüfung.
  • Äußere Schäden und Mängel

    Alle sichtbaren Teile des Geräts oder der Anlage werden sorgfältig auf äußere Schäden und Mängel untersucht. Dabei wird besonders auf folgende Punkte geachtet:

    • Beschädigte, gequetschte oder geknickte Kabel und Leitungen
    • Risse, Verformungen oder Verbrennungsspuren am Gehäuse
    • Unsachgemäße Reparaturen oder Provisorien
    • Fehlende oder beschädigte Schutzabdeckungen
    • Lose oder beschädigte Stecker und Anschlussklemmen
    • Spuren von Feuchtigkeit, Korrosion oder übermäßiger Verschmutzung

    Bereits bei der Sichtprüfung erkannte Mängel werden sofort erfasst, bewertet und im Prüfprotokoll dokumentiert.

  • Kennzeichnung und Zustand

    Neben dem äußeren Zustand wird bei der Sichtprüfung auch die Kennzeichnung der Betriebsmittel überprüft. Jedes elektrische Gerät und jede Anlage muss eindeutig identifizierbar und korrekt beschriftet sein. Fehlende, unleserliche oder nicht normgerechte Kennzeichnungen werden erfasst und in der Dokumentation vermerkt.

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Teilen Sie uns kurz mit, um welche Art von Betrieb es sich handelt und wie viele Geräte oder Anlagen geprüft werden sollen – wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

Schritt 2

Messprüfung

Im nächsten Schritt folgen die messtechnischen Überprüfungen. Mit professionellen, regelmäßig kalibrierten Prüfgeräten werden die elektrischen Kenngrößen des Betriebsmittels gemessen und mit den zulässigen Grenzwerten der geltenden Normen verglichen.

e-check.nrw – Elektikerin bei der Messung von elektrischen Werten. Messprüfung bei der DGUV V3 Prüfung.
  • Elektrische Messwerte

    Im Rahmen der Messprüfung werden folgende elektrische Kenngrößen ermittelt:

    • Schutzleiterwiderstand: Überprüfung, ob der Schutzleiter ordnungsgemäß angeschlossen ist und einen ausreichend niedrigen Widerstandswert aufweist – entscheidend dafür, dass im Fehlerfall der Strom gefahrlos abgeleitet wird
    • Isolationswiderstand: Kontrolle der Isolierung zwischen spannungsführenden Teilen und dem Gehäuse, um Leckströme und Isolationsfehler zu erkennen, die zu gefährlichen Berührungsspannungen führen können
    • Ableitstrom und Berührungsstrom: Messung unerwünschter Ströme, die im Fehlerfall zu einer Gefährdung von Personen führen können

    Alle Messwerte werden vollständig, nachvollziehbar und mit Angabe der zulässigen Grenzwerte im Prüfprotokoll dokumentiert.

  • Prüfung nach geltenden Vorgaben

    Die Messprüfung erfolgt ausschließlich nach den Vorgaben der DGUV Vorschrift 3 sowie den einschlägigen DIN-VDE-Normen – insbesondere der DIN VDE 0701-0702 für die Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel. Der Einsatz moderner, regelmäßig kalibrierter Messgeräte stellt sicher, dass alle Messwerte präzise und reproduzierbar sind.

Schritt 3

Funktionsprüfung

Nach der messtechnischen Überprüfung folgt die Funktionsprüfung. Dabei wird das Gerät oder die Anlage unter realen Betriebsbedingungen in Betrieb genommen und auf seine ordnungsgemäße Funktion hin überprüft. Die Funktionsprüfung ergänzt die Messprüfung um eine praxisnahe Komponente – denn nicht jeder Mangel lässt sich ausschließlich durch Messungen aufdecken.

e-check.nrw – Elektriker testet einen FI-Schalter im Rahmen der Funktionsprüfung bei der DGUV V3.
  • Betriebszustand und Sicherheit

    Im Rahmen der Funktionsprüfung werden sicherheitsrelevante Einrichtungen und Schutzfunktionen gezielt getestet. Besonderes Augenmerk gilt dabei:

    • Der korrekten Auslösung von Fehlerstromschutzschaltern (RCDs)
    • Der Funktion von Not-Aus-Einrichtungen und Sicherheitsschaltern
    • Der ordnungsgemäßen Funktion von Schutzabdeckungen und Verriegelungen
    • Der korrekten Anzeige von Betriebs- und Fehlerzuständen

    Eventuelle Auffälligkeiten im Betriebsverhalten werden dokumentiert und fließen in die Gesamtbewertung des Betriebsmittels ein.

  • Nutzung unter realen Bedingungen

    Die Funktionsprüfung wird soweit möglich unter den tatsächlichen Einsatzbedingungen des Betriebsmittels durchgeführt. Das bedeutet, dass Geräte und Anlagen unter den Bedingungen getestet werden, unter denen sie im Betriebsalltag tatsächlich eingesetzt werden – nicht unter idealisierten Laborbedingungen. So werden auch Mängel erkennbar, die sich erst im tatsächlichen Betrieb zeigen.

Schritt 4

Dokumentation und Kennzeichnung

Den Abschluss jeder Prüfung bildet die vollständige Dokumentation aller Prüfschritte und Ergebnisse sowie die Kennzeichnung der geprüften Betriebsmittel. Erst durch eine lückenlose und nachvollziehbare Dokumentation wird die Prüfung zum rechtssicheren Nachweis der erfüllten Prüfpflicht.

e-check.nrw – Ein Netzteil mit dem Aufkleber von e-check.nrw zur bestandenen DGUV V3 Prüfung
  • Prüfprotokolle

    Alle Prüfschritte, Messwerte und Bewertungen werden in einem strukturierten Prüfprotokoll zusammengefasst. Das Protokoll enthält für jedes geprüfte Betriebsmittel eine eindeutige Identifikation, alle durchgeführten Prüfschritte, die ermittelten Messwerte mit Grenzwertvergleich sowie die abschließende Gesamtbewertung. Das fertige Prüfprotokoll wird Ihnen nach Abschluss der Prüfung digital als strukturiertes PDF-Dokument bereitgestellt.

  • Mängelerfassung

    Alle im Rahmen der Prüfung festgestellten Mängel werden in einer separaten Mängelliste detailliert erfasst. Für jeden Mangel enthält die Liste eine genaue Beschreibung, eine Bewertung der Dringlichkeit sowie eine konkrete Handlungsempfehlung zur Behebung. So haben Sie nach der Prüfung eine klare Grundlage für die Priorisierung notwendiger Maßnahmen.

  • Prüfplaketten und Fristen

    Abschließend erhalten alle geprüften Betriebsmittel eine gut sichtbare Prüfplakette mit dem Prüfdatum und dem Datum der nächsten fälligen Prüfung. Geräte, die die Prüfung bestanden haben, werden mit einer entsprechenden Plakette gekennzeichnet. Geräte mit sicherheitsrelevanten Mängeln erhalten eine rote Plakette und dürfen bis zur Behebung des Mangels nicht weiter betrieben werden. Die Prüfplakette dient im Betriebsalltag als schnelle visuelle Kontrolle und zeigt auf einen Blick, ob ein Gerät geprüft und freigegeben ist.

Was Sie vor dem Termin vorbereiten sollten

Damit die Prüfung reibungslos und effizient ablaufen kann, empfehlen wir einige Vorbereitungen.

e-check.nrw – Ein Schreibtisch mit mit Handy (geöffneter Kalender App), einem Kalender und Ablaufplänen für eine DGUV V3 Prüfung.
  • Zugänglichkeit

    Stellen Sie sicher, dass alle zu prüfenden Geräte und Anlagen zum Prüftermin zugänglich und betriebsbereit sind

  • Information

    Informieren Sie Ihre Mitarbeiter vorab über den geplanten Prüftermin und den Ablauf

  • Zugang

    Sorgen Sie dafür, dass Schlüssel oder Zugangscodes für abgeschlossene Bereiche und Schaltschränke verfügbar sind

  • Ansprechpartner

    Benennen Sie einen internen Ansprechpartner, der uns während der Prüfung vor Ort begleitet

Stellen Sie falls vorhanden eine aktuelle Inventarliste der zu prüfenden Betriebsmittel bereit

Falls keine Inventarliste vorhanden ist – kein Problem. Wir unterstützen Sie bei der Erfassung aller prüfpflichtigen Betriebsmittel direkt vor Ort.

Was nach der Prüfung passiert

Weitere Informationen zu Prüfbereichen und Dokumentation

e-check.nrw – Ein orangefarbenes Warndreieck mit dunklem Ausrufungszeichen.

Häufige Fragen zum Ablauf

Ein Vor-Ort-Termin gliedert sich in fünf Schritte: Zunächst erfolgt die Vorbereitung und Erfassung aller zu prüfenden Betriebsmittel. Anschließend werden Sichtprüfung, Messprüfung und Funktionsprüfung durchgeführt. Den Abschluss bildet die vollständige Dokumentation mit Prüfprotokoll, Mängelliste (auf Wunsch) und Kennzeichnung aller geprüften Geräte mit Prüfplaketten.

Ja. Auf Wunsch führen wir Prüfungen auch in Randzeiten oder außerhalb der regulären Geschäftszeiten durch – zum Beispiel früh morgens, abends oder am Wochenende. So lassen sich Unterbrechungen des laufenden Betriebs auf ein Minimum reduzieren.

Im Idealfall stellen Sie sicher, dass alle zu prüfenden Geräte und Anlagen zum Prüftermin zugänglich sind. Eine vorhandene Inventarliste der Betriebsmittel erleichtert die Prüfung zusätzlich – ist aber keine Voraussetzung. Wir unterstützen Sie auf Wunsch bei der Erstellung einer vollständigen Inventarliste im Vorfeld des Termins.

Die Dauer der Prüfung hängt maßgeblich von der Anzahl der zu prüfenden Geräte und Anlagen sowie von den örtlichen Gegebenheiten ab. Als grobe Orientierung gilt: Ein erfahrener Prüfer schafft unter normalen Bedingungen zwischen 15 und 20 ortsveränderliche Geräte pro Stunde. Für eine genaue Zeitplanung stimmen wir den Umfang vorab gemeinsam mit Ihnen ab.

In den meisten Fällen nicht. Wir planen den Prüfablauf so, dass er so wenig wie möglich in den laufenden Betrieb eingreift. Je nach Umfang der Prüfung und den örtlichen Gegebenheiten kann es jedoch erforderlich sein, einzelne Geräte kurzzeitig vom Netz zu nehmen oder bestimmte Bereiche für die Dauer der Messung kurz zu unterbrechen. Dies stimmen wir vorab gemeinsam mit Ihnen ab.

Geräte oder Anlagen mit festgestellten Mängeln werden entsprechend gekennzeichnet und dürfen bis zur Behebung des Mangels nicht weiter betrieben werden, sofern von ihnen eine unmittelbare Gefährdung ausgeht. Auf Wunsch werden alle Mängel in einer detaillierten Mängelliste dokumentiert, die konkrete Handlungsempfehlungen zur Behebung enthält. Nach erfolgter Reparatur oder Instandsetzung ist eine erneute Prüfung vor der Wiederinbetriebnahme erforderlich.